

Autorinnen dürfen über alles schreiben - aber können nicht alles publizieren: Wie reduzieren Verleger, Kritiker und sogar das Publikum die weibliche Perspektive? Welche Herausforderungen stellen sich ihnen beim Schreiben über Themen, die nicht zum Mainstream gehören? Die beiden Autor*innen begegnen diesem Thema einerseits obszön, geeky, politisch und kostümiert. Andererseits sinnlich, lustvoll, sexy. Es geht um Körperpolitik, Geschlecht und die Frage, wie sich die weibliche Stimme im literarischen Gewässer bewegt.
Moderation: Lubi Barre.
Leona Stahlmann, geboren 1988, lebt in Hamburg und arbeitet als Autorin, Journalistin und Veranstalterin. 2017 gewann sie den Hamburger Förderpreis für Literatur, 2018 war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt des Literaturforums im Brecht-Haus in Berlin und gewann den ersten Wortmeldungen-Förderpreis. Der Defekt ist ihr Debütroman.
Lisa Jeschke schreibt Lyrik und Performances. Sie arbeitet häufig in kollektiven Zusammenhängen, u. a. als Mitherausgeberin des DIY-Verlags Materials/Materialien (London/München) und Ko-Organisatorin der artiCHOKE-Lesereihe in Berlin. Ihr Lyrikband die anthologie der gedichte betrunkener frauen (2019), der als eine der Lyrik-Empfehlungen 2020 ausgewählt wurde, besteht aus manchmal peinlich und manchmal kunstvoll deformierten Gedichten, extrem traurigen Liedern, Aggression in der Form hysterischen Lachens und Erlebnisberichten aus dem Kapitalismus.